Der Haken am Txakoli

Der Haken am Txakoli

By am Jun 15, 2015 in Gastronomie | 0 comments

txakoliTxakoli ist ein weißer, extrem trockener Wein aus dem Baskenland, den Sie beim letzten Besuch vielleicht nicht kosten könnten. Gründe dafür sind mehrere: egal, nach welcher Region Spanien man fährt, ist die Angebotspalette überall von den Gallionsfiguren im einheimischen Markt beherrscht: Rioja, Ribera del Duero, Prioratos, Jereces, Finos, auch die Ribeiros und Albariños von Galicien und so weiter. Der bescheidene, unauffällige und aus besonderen Rebsorten -die in den für eine herkömmliche Weinkultur ungünstigen Boden- und Wetterverhältnissen des Baskenlands wachsen- hergestllte Txakoli läßt sich nur mit Schwierigkeit bemerken, geschweige dann von erfolgreicher Konkurrenz im anspruchvollsten internationalen Weinmarkt.

Erhältlich in drei Hauptsorten, entsprechend den jeweiligen Ursprungsgebieten -Getaria, Bizkaiko und Araba- ist Txakoli nicht gerade der beste Wein zum egenständigem Verbrauch. Aber er funktioniert ausgezeichnet als Begleitung zahlreicher Gerichte aus der baskischen Küche, besonders Fisch und Meeresfrüchte.

Txakoli wurde ursprünglich von baskischen Landwirten zum Eigenkonsüm produziert. Die Entwicklung einer eigenen Ursprungsbezeichnung war aufgrund der Knappheit eine mühselige Angelegenheit, nicht frei von Zwischenfällen wegen Interessenkonflikte mit anderen Gebieten Spaniens, wo auch eine Eigenproduktion von ähnlichen Weinsorten seit Jahrhunderten stattfindet. Etikettenkrieg ist eine spannende Geschichte, von der trotzdem hier die Rede nicht sein kann.

Der höhere Säuregehalt dieser Weine macht sie vielleicht ein bischen stark für einen Gaumen, der spanischen und französischen und gewöhnt wäre. Hier der Haken, egal ob Sie im Restaurant bestellen oder eine Flasche nach Hause mitbringen als Andenken Baskenlands: Txakoli muß immer kühl serviert!

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